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“Mit dem Blauen Bock verbinde ich die Erinnerung an drei wichtige Lebensjahre. Die Technische Hochschule, heute Uni, hatte damals einige Apartments in dem Gebäude, die auch an Mitarbeiter vermietet wurden. So wohnte ich von 1970 bis 1972 in der Wilhelm Pieck Allee 14 a /712., anfangs allein, dann zog mein jetziger Mann mit ein und im Januar 1972 wurde mein erster Sohn geboren. Wir wohnten zu dritt in dem kleinen Zimmerchen bis August 1972.

In der Kochnische stand neben der Spüle ein Elektro-Kocher mit einer Platte, darauf wurde im Schnellkochtopf gekocht, der Wäschetopf mit Windeln gekocht (es gab noch keine Wegwerfwindeln), unter der Spüle stand ein 40-Liter-Minikühlschrank.”

 

Ursula Heinrich mit ihrem Sohn. Im Hintergrund erkennt man die Kochnische in der Einraumwohnung.
Ursula Heinrich mit ihrem Sohn. Im Hintergrund erkennt man die Kochnische in der Einraumwohnung.

“Eines Tages hatten wir einen Stromausfall im Gebäude. Meinem Kind, etwa zwei Monate alt, noch auf Fläschchen angewiesen, die morgens für den ganzen Tag vorgekocht wurden und die ich zu den Mahlzeiten nur noch erwärmt habe, konnte ich die im Kühlschrank gekühlte Flasche nicht anbieten. Wie also das Fläschchen erwärmen? Also wurde in einen Steingut-Blumentopf eine Kerze gestellt, zwei Stricknadeln quer gelegt und ein Töpfchen mit Wasser darauf gestellt. In dem Wasser wurde die Flasche erwärmt, es dauerte zwar, aber mein Kind bekam seine warme Mahlzeit.”

 

Sie können auch eine Geschichte zum Blauen Bock beitragen?

Dann schreiben Sie uns an: blauer-bock@sw-magdeburg.de!

 

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