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„Als Bauingenieur habe ich für das Industrie-Baukombinat gearbeitet. Die hatten ein Kontingent für Wohnungen im Blauen Bock. Darüber bekam ich eine Wohnraumzuweisung für die Wohnung 7/745. Eigentlich wollte ich dort gar nicht wohnen, aber mit meiner zukünftigen Frau bekam ich nur eine größere Wohnung, wenn ich eine zum Tauschen anbieten konnte. Mit dem Nachweis, dass wir heiraten, und der Wohnraumzuweisung für den Blauen Bock konnten wir bei der KWV – Kommunale Wohnungsverwaltung (heute Wobau) – einen Wohnungstausch beantragen. Wir tauschen nach einem knappen halben Jahr mit einer älteren Dame aus der Ohrestraße, die eine Zwei-Raum-Wohnung mit Kachelofen bewohnte. Sie freute sich auf die kleinere Wohnung mitten im Stadtzentrum mit Fernwärmeheizung und Fahrstuhl. Weil die Miete im Blauen Bock trotz der kleineren Wohnung mit 60 Mark doppelt so hoch war wie in der Ohrestraße, zahlten wir der Dame jeden Monat die Differenz, weil ihre Rente so gering war. Irgendwann senkte die KWV dann die Miete im Blauen Bock, so dass wir die Dame nicht mehr zu unterstützen brauchten.“

 

Auch der MDR Sachsen-Anhalt berichtet in einem tollen Beitrag über Karl-Heinz Lausch und begleitet ihn in seine ehemalige Wohnung. Hier geht’s zum Beitrag. 

 

Die originale Wohnraumzuweisung von Karl-Heinz Lausch für den Blauen Block.
Die originale Wohnraumzuweisung von Karl-Heinz Lausch für den Blauen Block.

Eine Antwort auf „Karl Heinz Lausch (78) – Wohnung zum Tausch“

  1. kerstin

    Eine sehr schöne Geschichte!

    Antworten

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